"irgendwie Genetik!" für Anfänger. In der FIFé gibt es den EMS (Easy Mind System) Code - der die Farbenlehre bei Katzen vereinfacht und bei Farbbestimmung und Memorierung weiterhilft. Wir beschränken uns natürlich auf die Farben, die bei der Maine Coon erlaubt sind. A-BBCCD-iillo-S-tbtbwwwbwb sondern „nur“ eine praktische „Hilfe“– die ist aber für den Anfang vollkommen ausreichend - denn DAS, nicht der Gencode, ist das, MCO n 09 22 Schwarz wird im EMS-Code mit "n", blau mit "a", rot mit "d", creme mit "e", die torties mit "f" und ihre Dagegen wird das "Scheckungsweiss", also weisse Füsse, Brustlatz, Bauch etc. an einer Hier einmal zwei Beispiele der Möglichkeit bei der Weissverteilung - links das "Harlekin"- im EMS Code, wie oben gelernt, "02" und rechts das--"Bicolor“:--EMS-Code--"03“.![]() ![]() Wie gesagt: alles was weniger „weiss“ ist wird bei den Maine Coons mit "09" bezeichnet. Damit hätten wir eine Katze ohne Zeichnung, eine „solid“ Katze beschrieben. Haben wir hingegen eine Katze mit Musterung, Räderzeichnung, Tigerzeichnung, oder Punkten kommt Die Muster Das classic/blotched/gerädert mit der EMS-Code Nummer 22, Links sehen Sie hier das "mackerel", "gestreift", "getigert", mit der EMS-Code-Nummer 23,
So finden Sie die Farbe de Katze in der „pawpeds“-Maine Coon-Datenbank, auf den Stammpapieren der FIFé und auf vielen Züchterwebseiten angegeben Und fast ohne echtes Genetikwissen (ein bisschen brauchen Sie schon, denn ganz ohne geht es natürlich nicht) können Sie mit den Farbcodes der Eltern und Vorfahren relativ leicht und sicher entschlüsseln, welche Farben denn Ihre zu erwartenden Katzenkinder haben. Und das ist für sie am Anfang ja das Wichtigste, das was wir dazu noch lernen müssen ist dann eigentlich nur noch elementare Mendel‘sche Vererbungslehre Grundlagen der Farbgenetik Wichtig sind für uns hier erst einmal zwei Begriffspaare: Man nennt ein Gen dominant, wenn man seine Auswirkung am Äusseren der Katze (=Phänotyp) sehen kann. Nur ein dominantes Gen muss in einem Genpaar vorhanden sein, um seine Auswirkung im Phänotyp der Katze sehen zu..können. Reinerbig (homozygot) nennt man eine Katze für ein bestimmtes Merkmal, wenn sie in dem dafür zuständigen Genpaar zwei gleiche Gene hat, das heißt, beide Gene in einem Genpaar sind identisch. Reinerbig heisst auch, dass die Katze nur dieses eine Merkmal weitergeben kann. Mischerbig (heterozygot) nennt man eine Katze für ein bestimmtes Merkmal, wenn das dafür verantwortliche Genpaar zwei verschiedene Gene hat, das heißt, beide Allele eines Genpaares sind nicht identisch. Verpaaren wir einen mischerbig schwarzen Kater mit einer reinerbig schwarzen Katze, dann erhalten wir auch nur schwarze Kinder. Aber: diese schwarzen Kinder haben in einem Verhältnis von 1:1 reinerbig schwarze und mischerbig schwarze genetische Anlagen. Das heisst, zwei dieser (statistischen) vier Kinder können selber auch blaue Kinder haben. Wir wissen nur nicht, welches dieser vier Kinder es sein wird... Nehmen wir also an, wir wüssten, welche der Katzen mischerbig ist und verpaaren sie mit einer zweiten Mischerbigen. Dann bekommen wir bei unseren statistischen vier Kindern ein Blaues und drei Schwarze. Und von diesen drei schwarzen Kindern sind zwei mischerbig und nur schwarz, weil Schwarz eben dominant ist - und eines ist reinerbig schwarz. Das blaue Katzenkind ist natürlich ebenso reinerbig blau, denn blau ist ja rezessiv; und nachdem ein blaues Kind nur fallen kann, wenn blau und blau der Eltern zusammenkommen, muss es eben reinerbig sein. Soweit, so gut. Dieses System lässt sich natürlich beliebig, je nach Anzahl der beteiligten Merkmale, verlängern. Aber im Grund bleibt es immer gleich. So wie mit schwarz und seiner „Verdünnung“ blau geht das gleiche Spiel natürlich bei den roten und den „verdünnten“ cremefarbenen Katzen. Und auch bei bei „solid“ gegen „tabby“ und bei den Wertigkeiten/Dominanzen der „Tabbys“ untereinander. So, dies waren jetzt Beispiele mit „falschen“ Genbezeichnungen, nämlich, wie gesagt mit den Kennbuchstaben aus dem EMS-Code. Damit sie sich aber an die „richtigen„ gewöhnen, werden wir.in Zukunft nur noch die ..„korrekten“ Genbezeichnungen..anwenden. Zuerst einmal schauen wir uns das Paar dominantes „A“..und..rezessives..„a“..an. Beim zweiten Genpaar, dem dominanten „T“ und den rezessiven „t“, das die Tabbys charakterisiert, ist das classic Tabby (tt) rezessiv gegenüber dem mackerel Tabby (TT). Mackerel hingegen ist rezessiv gegenüber dem „spotted“ (TsTs) und beide gegenüber dem „tickedtabby“ (TaTa), der ursprünglichsten Tabbyform, die aber bei der Maine Coon ziemlich selten und nur über eine einzige Blutlinie vererbt wird. Sie sehen, es gibt bei dem dominanten „T“ gleich drei Ausprägungen. Solid überdeckt jede Zeichnung wie ein Overall, auch wenn es gegenüber dem Agouti, der Anlage für die Tabbyzeichnung, rezessiv ist. Wenn eine Katze solid ist, also „aa“, dann wird man, egal ob sie in der Ausprägung des Tabbys „TT“, „Tt“ oder „tt“ ist, immer nur eine einfarbige Katze sehen. Die Genorte für solid und für die Ausprägung des Tabbys, also ob die Katze classic oder mackereltabby ist, liegen nämlich an verschiedenen Stellen im Genom. Unter dem einfarbigen Fellkleid, sei die Katze schwarz oder weiss, (denn das „W“-weiss maskiert ebenfalls die Zeichnung und auch noch die Farbe darunter) versteckt sich jedenfalls auch weiterhin die Zeichnung classic (tbtb) oder mackerel (TT), spotted (TsTs) oder ticked (TaTa). Ein solid Katzenkind kann übrigens unter seiner einfarbigen Maske logischerweise durchaus auch die Anlagen für mackerel UND classictabby tragen. Um die Räderzeichnung, das „blotched“ zu zeigen, muss ein Tier auf beiden Allelen „Classic“ (tt) sein. Wenn es die Erbanlagen für classic und mackerel gleichzeitig „trägt“, also genetisch „Tt“ ist - eine Anlage vom Vater, eine von der Mutter, wird diese Katze immer mackerel sein, denn mackerel ist ja dominant über classic. Aber wenn zwei Katzen, die beide „Tt“ sind, verpaart werden, wird es, wie bei unserer Tabelle mit den mischerbig schwarzen Katzen, folgendes Ergebnis haben: „TT“ – reinerbig mackerel, „Tt“ - mischerbig mackerel, „Tt“ - mischerbig mackerel und „tt“ - reinerbig classic. Und zwei Classic’s können keine - nie und nimmer! – mackerelgezeichnete Kinder bekommen. Dies zur Zeichnung: Kommen wir mal zur Farbe. Das Grundprinzip ist, dass es nur „rote“ (O) und „nichtrote“ (o) Katzen gibt. Chemisch gesehen gibt es im Katzenhaar zwei unterschiedliche--Melanine:--Eumelanin—und--Phaeomelanin. Rote Katzen sind „zumeist“ Kater. Zumeist in Anführungsstrichen deshalb, weil es eben auch rote Kätzinnen gibt. Rot wird nämlich geschlechtsgebunden vererbt. Die Farbe „sitzt“ genau auf dem „X“-Gen, das zusammen mit seinem Gegenstück, dem „Y“, das Geschlecht definiert: „XX“ ist eine Katze, „XY“ ist ein Kater. Da die Farbe nur auf dem X sitzt und nicht auf dem Y, können Kater nur entweder rot (O-) oder schwarz (o-) sein. Kätzinnen hingegen können auf dem einen X rot sein und auf dem anderen X schwarz - das gibt dann die torties (Oo). Rot und nichtrot stehen nämlich gleichwertig nebeneinander, keines dominiert das andere. Ein roter Kater hat also mit einer schwarzen Katze immer Töchter, die „mit rot“, also "Tortie" (Oo) (als "solid“-Katze ohne Zeichnung) oder "Torbie"(als Katze mit Zeichnung) zwei-, oder mit weiss dann dreifarbige Katzen sind, aber niemals rote Söhne. Und nur dann, - deswegen das „zumeist“ von oben - wenn man einen roten Kater Wir sprachen bereits davon, dass „rot“ und „nichtrot“ gleichwertig neben einander stehen, keines dominiert das andere. In jeder Zelle ist nur ein X-Chromosom wirksam, während das zweite X-Chromosom inaktiviert ist. Welches X-Chromosom gewissermaßen eingeschaltet ist, ist dem Zufall überlassen. Trägt also eine weibliche Katze nur auf einem X-Chromosom das O-Gen, so kann sie folgerichtig auch nur an den Stellen Rot werden, an denen dieses Gen eingeschaltet ist, deshalb gibt es die wunderschönen Torties, mit den erstaunlichsten Rot/Schwarz Verteilungen. Creme ist auch „rot“- man nennt das „Verdünnung“ und Verdünnung wird genetisch „d“ geschrieben, im Gegensatz zur Vollfarbe, die „D“ ist. Verdünnung ist, als ob man sozusagen Wasser in die rote Farbe geschüttet hätte und diese damit blasser wird. (Das ist zwar rein technisch nicht korrekt, aber vermittelt ungefähr das Bild). Creme, als Verdünnung, ist rezessiv gegenüber rot. Auch hier gilt: wenn man ein vollfarbenes Tier mit einem verdünnten verpaart, ist es so, dass alle Kinder vollfarben sind - diese dann aber die Anlage für die „Verdünnung“ haben und dem entsprechend, richtig verpaart, selber cremefarbene – oder mit einem nichtroten, verdünnten Partner (o) – blaue oder blaucremefarbene Kinder haben können. Die Kombinaton von „O“, dem „rot“-Gen mit „D“ und „d“ definiert uns die roten und cremefarbenen Katzen. Blaue Kinder? Ja - denn, erinnern wir uns, am Anfang dieses Farbkapitels haben wir von „rot“ und „nichtrot“ geredet. Nichtrot ist „Schwarz“ (genetisch "o") - ganz schwarz bei den einfarbigen, und bei den tabbys, den gezeichneten Katzen, ein eher brauner Farbton. Die Vollfarbe definieren wir auch hier mit „D“. Die Verdünnung von Schwarz ist ein Grauton, den wir Züchter, weil er sehr blau aussieht, eben „Blau“ nennen (und der, da rezessiv, wieder mit „d“ bezeichnet wird). Damit aber das Schwarz schwarz bleibt und nicht zu chocolat oder lilac - die ja bei der Maine Coon verboten sind – mutiert, braucht es dazu noch das Schwarz-Gen „B“, das die Vollfarbe Schwarz macht. “b“ wäre chocolat, „bm“ amber, eine Farbe, die bei den Norwegern vorkommt. Die Kombination von „o“- dem „Nichtrot“-Gen mit „D“ und „d“ definiert uns die schwarzen und blauen Katzen Also merken wir uns: wir haben zwei Grundfarben und zwei Verdünnungen: ROT (OD) mit der Verdünnung CREME (Od) Damit haben wir sozusagen die 4 möglichen „Grundfarben“ der Katze. Oder genauer die 4 zugelassenen Farben der Maine Coon. Denn es gibt durchaus noch andere Farben bei Katzen. Chocolat & Lilac, Fawn & Apricot, Cinnamon & Amber; Burmesen- und Siamzeichnung - alles Farbvarianten, die bei der Maine Coon verboten sind und die uns hier daher nicht interessieren müssen.. Zu diesen vier Grundfarben kommen dann noch ein paar Besonderheiten… WEISS und SILBER Weiss ist sozusagen gar keine Farbe, also die Abwesenheit jeglicher Farbe. Das dominierende Weiss-Gen„W“ maskiert alle Farbe da „W“ an einem anderen Genort liegt wie die farbdefinierenden „O/o“ und „D/d“ und zeichnungsdefinierenden „A/a“ und „T/t“ Paare. Das heisst: ein „W“-solid weisses Katzenkind hat unter seinem weissen Kleid auch noch Farbe und Zeichnung, deswegen können aus einem weissen Kater und einer schwarzen Katze eben bunte Tortie-Mädchen kommen: Der Vater ist rot unter seinem weissen Kleid..... Noch einmal zurück zu unserem „S“-Scheckungsweiss. Es hat noch eine beachtliche Nebenwirkung: bei bunten Katzen (Torties, Torbies) drängt es gewissermaßen die roten und schwarzen Farbanteile zu Flächen zusammen. Dies führt bei ihnen oft zu besonders beeindruckenden Farbverteilungen. Bei Katzen ohne Weißanteil hingegen sind die roten und schwarzen Farbanteile willkürlich gemischt. .Silber („I“) ist genau so wenig eine Farbe wie Weiß, es kommt durch Lufteinschliessungen im einzelnen Haar zustande, die die Farbe des Haares zur Spitze hin verdrängen. Das Haar leuchtet dann eben silbern „untendrunter“. Das Silber-Gen „I“, besser gesagt das Inhibitor-Gen, verhindert dabei die Pigmentausbildung in Teilen des Haares. Diese Teile des Haares erscheinen damit dann, da „leer“, silbern. Die Bandbreite des Silberanteils in den Haaren erstreckt sich von kaum sichtbar bis fast komplett silbern. Das Inhibitor-Gen wirkt sich besonders auf das gelbe Haarband der Agouti-Tiere aus, kommt aber auch bei den Non-Agoutis vor und erstreckt sich auf alle Grundfarben. Die Silberung geht immer vom Haargrund aus. Bei ca. 1/3 Silberanteil spricht man von Silver-Tabbys, bei ca. 2/3 Silberanteil von silver-shaded und bei Chinchilla sind letztlich nur noch die äußersten Haarspitzen pigmentiert. Das Tabby erkennt man nur noch an den dunklen Fußballen, dem umrandeten Nasenspiegel und den umrandeten Augenlidern. Bei den Non-Agoutis gibt es solche Unterscheidungen des Silberanteils an der Fellfärbung nicht. Sie werden einfach alle smoke genannt. Zu Silber kann man sich merken, dass man Silber „sehen muss“, um auch silberne Kinder zu bekommen. Leider ist es so, dass es oft bei blauen Katzen ein Problem mit der Silbererkennung gibt - aber wir reden ja erst mal über den Regelfall und nicht die Ausnahmen. Weiss und silber kommen mit allen Farben zusammen vor, also als blautabbyweisse oder cremesilbertabby, als blacksmoke (die ungemusterte solidfarbige Katze mit silber) oder als rotsolidweisse Katze und so weiter. „Rotsolid? Hab ich ja noch nie gesehen. Ich kenn nur rote Katzen mit Zeichnung“. Immer wieder kommt natürlich diese Frage auf und ja, es stimmt. Teilweise. Denn rote Katzen zeigen immer Zeichnung, das Tabbymuster. Egal, ob sie Solids, also genetisch einfarbige Katzen..oder..eben..Tabbykatzen..sind.
Um das "Farbenspiel" aber einfacher zu machen hier mal ein paar "Farbbilder" aus unserem Fundus: dieser Freund hier, der Lenz, hingegen ist ein blue tabby blotched & weiss , also: "MCO a 09 22"- der Pilot wiederum ist ein black classic tabby/white- ein "MCO n 09 22" und dieser Herr, Dandys Vater Vulcan, ist einfach nur schwarz: also "MCO n" bleiben wir bei den einfarbigen, den "solids": .und eine Silber-tortie/weiss - eine "Glückskatze"- "MCO fs 09" ..ihr Hauskatzenkollege Beppels hingegen hat eine wunderschöne black classic-Zeichnung: DOM n 22 fehlt uns was rotes.. erst mal was rotsilbernes: der Rudi ist ein red silver tabby blotched/white, also ein MCO ds 09 22 - zum Abschluss noch eine "Torbie"- blaucreme classic tabby: das Perlchen, - eine MCO g 22 Mehr erfährt man aus folgenden Büchern: C.A.Landgrafe; Die Farben der Katzen - Farbvererbung einfach erklärt Robinson's Genetics for Cat Breeders and Veterinarians Und sehr gründlich, amüsant, lehrreich und anstrengend zugleich lernt man http://www.pawpeds.com/pawacademy/courses/
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